Das KI-Audio-Unternehmen ElevenLabs* hat mit „Eleven Music“ ein neues Tool vorgestellt, das Nutzern ermöglicht, KI-Musik per Texteingabe zu generieren. Die Plattform verspricht Studioqualität in Minuten. Dabei können Nutzer Genre, Stil, Sprache und sogar die Struktur der Musik selbst bestimmen. Die Funktion ist für alle User verfügbar, jedoch können nur Nutzer mit zahlungspflichtigem Abo die Musik herunterladen.
Zusammenarbeit mit der Musikindustrie
Um rechtliche Konflikte zu vermeiden, arbeitet ElevenLabs mit Partnern wie Merlin und Kobalt zusammen. Merlin vertritt unabhängige Labels, während Kobalt als großer Musikverlag agiert. Beide Partner sollen sicherstellen, dass Rechteinhaber von der KI-Entwicklung profitieren. Laut ElevenLabs wurden „Guardrails“ eingebaut, um die Rechte von Künstlern zu schützen.
Kommerzielle Nutzung und Integration
Die generierten Tracks können für kommerzielle Zwecke genutzt werden, etwa in Podcasts, Filmen oder Social-Media-Videos. ElevenLabs plant zudem, „Eleven Music“ in seine bestehende Conversational-AI-Plattform zu integrieren. Damit könnten Nutzer künftig nicht nur Stimmen, sondern auch Musik direkt in ihre Projekte einbinden.
ElevenLabs veröffentlicht Prompting Guide
Mit dem „Prompting Guide“ liefert ElevenLabs eine detaillierte Anleitung, wie Nutzer das Beste aus „Eleven Music“ herausholen können. Die KI versteht sowohl abstrakte als auch detaillierte Eingaben und kann so Musikstücke erstellen, die genau auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind.
Einige der wichtigsten Techniken umfassen:
- Genre & Kreativität: Nutzer können die Stimmung und den Stil eines Tracks durch einfache Begriffe wie „eerie“ (unheimlich) oder detaillierte Beschreibungen wie „dissonante Geigen über pulsierendem Subbass“ steuern. Interessanterweise führen kürzere, prägnante Prompts oft zu kreativeren Ergebnissen.
- Instrumente & Vocals isolieren: Um einzelne Elemente wie Instrumente oder Gesang zu betonen, empfiehlt der Guide Begriffe wie „solo“ (z. B. „solo electric guitar“) oder „a cappella“ für reine Gesangspassagen. Auch Tempo und Tonart können spezifiziert werden, um die Ausgabe zu präzisieren.
- Struktur & Timing: Die KI kann Songlängen, Lyrics und deren Platzierung steuern. Wer beispielsweise „Lyrics beginnen bei 15 Sekunden“ angibt, erhält präzise Ergebnisse. Für rein instrumentale Tracks genügt der Zusatz „instrumental only“.
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